22. September 2019

Unsere Mittelgebirge im Jahr 2030 – Zukunftsstrategie zur Stärkung der Bergregionen in Deutschland

Ansbach/Berlin, Mittelgebirgsregionen als Lebens-, Wirtschafts-, und Kulturräume zählen zu den wertvollsten Kulturlandschaften Europas. Um ihre Zukunft zu sichern, hat der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V. die Initiative ergriffen und mit weiteren Verbänden eine Mittelgebirgsstrategie erarbeitet, die auf dem 12. Zukunftsforum für Ländliche Räume am 24.01.2019 in Berlin präsentiert wird. Ziel der Strategie ist es, die Regionen als Einheiten zu erhalten und dynamisch weiterzuentwickeln. „Die Basis dafür sind die Landschaften und die Menschen, die darin leben“, so Josef Göppel, Vorsitzender des DVL.

Land- und Forstwirtschaft tragen in besonderem Maß zum Erhalt der Kulturlandschaft Mittelgebirge bei. Die Herausforderung in den Mittelgebirgen erfolgreich wirtschaften zu können, ist jedoch enorm. Dem Rückzug der Landwirtschaft in den Mittelgebirgen folgen Aufforstungen oder natürliche Sukzession. Damit verbunden ist ein Verlust der Jahrhunderte alten Kulturlandschaft mit all ihren negativen Auswirkungen auf Vielfalt und Lebensqualität.

Um diesen Trend entgegenzuwirken, hat der DVL mit dem Bundesverband Deutsche Mittelgebirge, dem Deutschen Bauernverband, dem Deutschen Grünlandverband, dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim University, dem Verband Deutscher Naturparke sowie Vertretern aus Wissenschaft, Verwaltung und Landwirtschaftspraxis die „Mittelgebirgsstrategie 2030“ erarbeitet.

Handlungsfelder sind die „Sicherung der Lebensqualität“, die Weiterentwicklung der „Land- und Forstwirtschaft“, die Nutzung der „Potentiale erneuerbarer Energien“, der „Kooperative Naturschutz“, die „Vermarktung regionaler Produkte“, der „Nachhaltige Tourismus“, sowie „Forschung, Vernetzung und Wissenstransfer“. „Die Strategie muss jetzt aktiv umgesetzt werden. Dafür brauchen wir bessere Rahmenbedingungen. Wir wollen eine besondere Förderkulisse Mittelgebirge“, so Göppel weiter.

Die Belange der Mittelgebirgsregionen müssen in der nächsten Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2020, aber auch in den Gemeinschaftsaufgaben „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ sowie „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)“, berücksichtigt werden.

Die Publikation der gemeinsamen Mittelgebirgsstrategie soll ein Zeichen an die Politik setzten, denn alleine aus einer internen Entwicklung heraus oder durch punktuelle Fördermaßnahmen können die Herausforderungen nicht gelöst werden. Stattdessen wird „ein bundesweites Förderprogramm für alle Mittelgebirgsregionen benötigt, in dessen Rahmen auch die Erarbeitung und Umsetzung der spezifischen Entwicklungskonzepte für die einzelnen Mittelgebirge stattfinden kann“.

Die weitere Umsetzung der Strategie wird der DVL im Rahmen der Grünen Woche am 12. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung am 24.01.2019 im City Cube Berlin diskutieren.

Die Mittelgebirgsstrategie kann hier abgerufen werden.

 

Pressekontakt: Leonhard Mäckler, Deutscher Verband für Landschaftspflege Promenade 9, 91522 Ansbach, Tel: 0981/180099-24, E-Mail: l.maeckler@lpv.de

Fachkontakt: Corinna Friedrich, Deutscher Verband für Landschaftspflege Promenade 9, 91522 Ansbach, Tel: 0981/180099-11, E-Mail: c.friedrich@lpv.de

 




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Hibbo Tammena
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