22. September 2019

Bartning.Bartning.Bartning. Architekt der Moderne

Ausstellung zum Bauhaus-Jahr im LVR-Freilichtmuseum Kommern

Mechernich-Kommern. Am 6. Oktober, um 11 Uhr, eröffnet im LVR-Freilichtmuseum Kommern die Ausstellung „Bartning.Bartning.Bartning. Architekt der Moderne“. Die Ausstellung zeigt das Werk von Otto Bartning (1883-1959), einem der Begründer der Bauhaus-Idee und Protagonist des modernen Kirchenbaus.

Im Zentrum der Ausstellung steht Bartnings Beitrag zur Entwicklung des seriellen Bauens. Bis heute einzigartig ist das von ihm ab 1945 entwickelte Notkirchenprogramm. Bis 1953 entstanden über 100 Typenkirchen aus seriell vorfabrizierten Bauelementen, die meist kombiniert mit lokalem Trümmermaterial in Eigenleistung der jeweiligen Kirchengemeinden aufgebaut wurden. In der Ausstellung werden erstmals alle Bauten des Notkirchenprogramms vorgestellt.

Eine originale Diasporakapelle aus dem Notkirchenprogramm von Otto Bartning wurde bereits im Juli im LVR-Freilichtmuseum Kommern eröffnet. So können die baulichen und programmatischen Besonderheiten des Notkirchenprogramms anhand des originalen Bauwerks vor Ort nachempfunden werden.

Bartnings Schlüsselwerk, die Stahlkirche, die 1928 auf der Internationalen Presseausstellung „Pressa“ in Köln aus industriell produzierten Doppel-T-Trägern aufgebaut wurde, ist ein weiteres Highlight der Ausstellung. In einer eindrucksvollen Rauminstallation werden erstmals die expressionistischen Kohlegraphitzeichnungen der Stahlkirchenfenster von Elisabeth Coester aufbereitet. Dazu werden auch die beiden noch erhalten originalen Glocken aus der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Stahlkirche gezeigt.

Ein weiterer Fokus der Ausstellung liegt auf der Entwicklung des seriellen Bauens von Wohnbauten auch nach Bartnings Tod im Jahre 1959. Hier werden insbesondere Notunterkünfte, Fertighäuser und Großsiedlungen der folgenden Jahrzehnte bis hin zu den Tiny Houses der Gegenwart vorgestellt. Den Abschluss der Ausstellung bildet ein Little Home, das seit 2016 als Bausatz entwickelt, Bedürftigen und Obdachlosen zur Verfügung gestellt wird.

Die Ausstellung ist Teil des Verbundprojektes „bauhaus 100 im westen“ des Landes Nordrhein-Westfalen und der Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL).

Die Ausstellungseröffnung findet am 6. Oktober 2019 um 11 Uhr statt.

Es sprechen

Anne Henk-Holstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland,

Dr. Josef Mangold, Direktor des LVR-Freilichtmuseum Kommern und

Dr. Sandra Wagner-Conzelmann, Ausstellungskuratorin und Vertretungsprofessorin für Architektur- und Stadtbaugeschichte an der Hochschule Mainz.

 

Das Jazz-Trio „Ngassa Adam Hesse“ begleitet die Veranstaltung mit einem musikalischen Programm von den 1920er Jahren bis heute. Die Ausstellung endet am 25. Oktober 2020.

 

www.lvr.de

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 19.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, drei Heilpädagogischen Netzen, vier Jugendhilfeeinrichtungen und dem Landesjugendamt erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten Politikerinnen und Politiker aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

 

Kontakt:

Daniel Manner

Wissenschaftlicher Referent

LVR-Freilichtmuseum Kommern

Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde

Auf dem Kahlenbusch

53894 Mechernich-Kommern / Rheinland

Tel 02443 9980-120

Fax 0221 8284-4098

daniel.manner@lvr.de

 




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Hibbo Tammena
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